Archiv der Kategorie: Geldreform

Eine kleine Geschichte über den Wert des Geldes

Ein Tourist kommt in ein griechisches Hotel. Weil er sehr anspruchsvoll ist, bittet er den Hotelier, ob er sich die Zimmer anschauen dürfe. Wenn ihm eins gefiele, würde er buchen, wenn nicht, müsse er sich eben woanders nochmal umschauen. Er sei auch bereit, 100 € Pfand zu hinterlegen und fragt, ob das so in Ordnung sei.

Der Chef ist einverstanden und gibt dem Touristen die Schlüssel. Der Tourist legt 100 € auf den Tresen und geht nach oben.

Kaum außer Sichtweite nimmt der Hotelier die 100 €, geht damit zum Bäcker, bei dem noch Brotlieferungen offen sind und begleicht seine Schulden.

Der Bäcker freut sich über das Geld, nimmt die 100 €, läuft zum Fleischer und bezahlt seine Schulden dort.

Der Fleischer, der gern mal am Glas nippt, geht mit den 100 € ins Wirtshaus und bezahlt seinen noch offenen Deckel.

Der Wirt nimmt die 100 €, geht um den Tresen herum und gibt das Geld der Dorfhure, die ihm in schlechten Zeiten mal einen „Gefallen“ getan hatte.

Diese nimmt nun die 100 €, läuft zum Hotel, wo sie ab und zu mal ein Zimmer für ihre Dienste gemietet hatte und zahlt dem Hotelwirt ihrerseits die Schulden zurück.

In dem Moment kommt der Tourist die Treppe herunter, gibt die Schlüssel zurück, weil die Zimmer ihm nicht zusagen, nimmt die 100 € Pfand zurück und geht.

Dieses Beispiel zeigt, dass unwahr ist, dass jeder € nur einmal ausgegeben werden könne.
5 Menschen wurden ihre Schulden los, allein durch die Tatsache, dass für einen kurzen Moment Geld „flüssig“ war.

Das Bruttoinlandsprodukt wurde um 500 € erhöht – obwohl nur 100 € da waren und diese den Kreislauf auch wieder verlassen haben. Wenn Geld in Umlauf bleibt, kann es sein Wirkung bestmöglich entfalten. Wird es geizig einbehalten, man sagt „gespart“, ist es dem Kreislauf entzogen und irgendwo auf der Welt werden Menschen verelenden.

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